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Nein. ich erwarte nicht wirklich, dass ich ein Echo erhalten werde, dafür habe ich schon viel zu lange nichts geschrieben. Es ist verständlich, wenn mein Blog schon längst nicht mehr gelesen wird. Und in Zukunft habe ich auch nicht vor, wieder öfters hier zu schreiben.

Trotzdem, ein Versuch kann nicht schaden:

Ich suche eine Wohnung, entweder in der Stadt Zürich oder in Winterthur, eine 2 bis 3 Zimmerwohnung. Weiss jemand gerade von einer solchen frei werdenden Wohnung ab Februar/März/April in diesen beiden Städten?
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1. August: ohne diesen Tag gäbe es die Schweiz nicht

Alljährlich zum ersten August amüsiere ich mich, immer wieder auf das Neue. Da schwingen Politiker von links und rechts Reden über die Schweiz, Ihrer Gründung und - seit den letzten Jahren sehr aktuell - die Neutralität der Schweiz. Aber es geht sogar weiter, auch Nichtpolitiker drücken Ihren Patriotismus aus, in dem sie Flaggen der Schweiz kaufen und im Wind wehen lassen oder sogar erpicht "patriotische Lebensmittel" kaufen.
Nein, darüber amüsiere ich mich nicht, sondern darüber, auf welchem historischen Irrtum wir doch aufsitzen, die uns Politiker immer wieder wiederkäuen! Die Schweiz wurde nämlich weder an einem 1. August noch 1291 gegründet. Der Höhepunkt der Ironie findet sich darin, dass der 1. August sogar erst seit 1994 Bundesweit ein Arbeitsfreier Tag ist, nachdem sich die Schweiz - wie anders sonst? - 1993 an der Urne für die Volksinitiative entschieden hat.

Vielleicht vorweg, bevor ich in die Tiefe gehen werde: Ich kann mich auf keine Quellen berufen; ich schreibe vor allem aus meiner Erinnerung aus einer früherem verschiedenen Artikel (u.a. der Wochenzeitschrift "Magazin" des Tages-Anzeigers) und einer oder zwei Vorlesungen zur neueren Verfassungsgeschichte an der Universität Zürich. Vereinzelt habe ich im Internet einiger Quellen bedient, um das Gedächnis etwas stüzen zu können. Am Ende des Artikels sind die Quellen (und einige weitere, nur überflogene Texte) aufgelistet. Wer Quellen, Anmerkungen, Fehlermeldungen und andere Hinweise hat, soll mir dies bitte via Kommentar mitteilen.

Der Mythos von 1291

Um den Mythos von 1291 verstehen zu können, müssen wir ironischerweise zunächst ins 19. Jahrhundert. Die Schweiz hatte nämlich nach dem Sonderbundskrieg vom 3.-29. November 1847 eine schwere Hypothek zur Staatsgründung, da damit ein Konflikt zwischen den Religionen (Katholiken/Jesuiten versus Protestantismus) und den Machtgefälle zwischen Stadt und Land (Liberalismus kontra Konservativismus) ausgefochten wurde. Dieser Krieg wurde von den Innerschweizer Kantone verloren.
Am 12. September 1848 gab sich die Schweiz ihre erste Bundesverfassung, mithin wurde auch dder Schweizer Bundesstaat, wie wir ihn heute kennen, gegründet. An und für sich müsste deshalb der 12. September der Nationalfeiertag der Schweiz sein. Doch durch diesen Krieg und die Tatsache, dass die Innerschweizer Kantone bis heute die Schweizer Bundesverfassung nie angenommen haben - weder 1848 noch 1874 noch 2000 - konnte natürlich ein 12. September für einen Staat mit den vier verschiedenen Kulturen sowie eine lange und turbulente Geschichte als Staatenbund, Zentralstaat (während der Helvetik unter Napoleon) und ebendiesem Bürgerkrieg nur schlecht Identitätsstiftend sein. Kommt dazu, dass in der Bundesverfassung noch lange Zeit einen Artikel existierte, der Jesuiten aus der Religionsfreiheit ausschloss - das stiess mehreren Kantone sauer auf.
Der Bundesrat hat Anfangs des letzten Jahrhunderts feststellen müssen, dass die Schweiz unbedingt einen stärkeren Zusammenhalt, eine stärkere Identität braucht. Dafür setzten sie viele Massnahmen ein, unter anderem diesen 1. August.

Der Bundesbrief

Der Bundesbrief von 1291 wurde sozusagen gefunden, weil man ihn finden wollte - er ist in Tat und Wahrheit für die Staatenbildung ein völlig unbedeutendes Dokument, das sogar auf ein noch älteres (nicht erhaltenes Dokument) verweist. Die alte Eidgenossenschaft war ursprünglich ein Staatenbund, das heisst, es gab kein eigener Staat, wenn man von den Kantonen einmal absieht. Die Kantone verbündeten sich, es bestanden also Verträge. Im 12. und 13. Jahrhundert (und meiner Erinnerung nach eventuell sogar noch früher) bestanden viele solche Dokumente, Wikipedia nennt deren 82. Warum man ausgerechnet dieses Dokument nahm, weiss ich nicht genau, so weit ich mich aber aus der Vorlesung erinnere, war eigentlich die Auswahl mehr oder weniger zufällig und war ungefähr in der Mitte des Zeitraums, aus der die Historiker die Dokumente zur Verfügung hatten.
Ein weiterer Grund für den Blick in die Vergangenheit war der Tell-Mythos. Das passte nämlich auch gleich wunderbar zusammen obwohl der Mythos vor allem durch das 1804 von Friedrich Schiller geschriebene Schauspiel bekannt wurde. Mit anderen Worten, der Bundesbrief war nichts Anderes als ein gefundenes Fressen für unsere damaligen Politiker, die die Schweiz mehr Identität verleihen wollten - was zum Glück gelang.

Die Neutralität

Dies ist ein Thema für sich, ich erwähne es aber, weil in den letzten Jahren wiederholt Reden über die Neutralität gehalten wurden. Man sei stolz auf die Neutralität, man solle sie immer wahren, es sei eine urschweizerische Tradition, hört man immer wieder.
Urschweizerisch? Ja, wie Urschweizerisch kann denn etwas sein, das uns 1815 am Wiener Kongress aus Geo- und Wirtschaftspolitischen Gründen nach der Niederlage Napoleons in der Schlacht von Waterloo uns aufgezwungen wurde? Nachdem die von Napoleon aufoktroyierte Helvetische Republik, die nie wirklich funktionierte, mit seiner Niederlage in Waterloo ganz zusammen fiel, wurde am Wiener Kongress von 1815 unter der Leitung von Fürst von Metternich beschlossen, dass das Gebiet, das vorher unter Napoleon die helvetische Republik war, ein eigenes autonomes Gebiet sein sollte - wenn es dafür die "immerwährende Netralität" bewahre. Hintergrund dieser Idee war, dass man nach den Erfahrungen Napoleons einerseits gesehen hat, dass dieses Gebiet schwer zu kontrollieren ist, da deren Bürger zu wenig unterwürfig waren (insofern mag die Freiheitsliebe der Schweiz wohl schon seit sehr langem zutreffen), andererseits hat man auch gesehen, dass dieses Gebiet militärisch durch seine Topologie nur schwer zu erobern war. Trotzdem konnte das Gebiet aus wirtschaftlichen und geopolitischen Gründen keinem kalt lassen: Das Gebiet war schon damals für den Verkehr Nord-Süd und Ost-West bedeutend.
Die Neutralität der Schweiz kam aber auch der Schweiz sehr gelegen, weil die Schweiz es stets verstand, ihre Neutralität auszunutzen. Die Schweiz war historisch gesehen noch nie wirklich neutral, sondern nur dann, wenn es in ihren Interessen gelegen hat. Gut zu beobachten war dies im zweiten Weltkrieg, wo sich die Schweiz zwar Mühe gab, neutral zu sein, aber eben auch nur dann, wenn es ihren Interessen diente. So waren auch Geschäfte mit den Nationalsozialisten wie auch mit den Kommunisten oder den Westmächten möglich -- aus purem Eigennutz. Dasselbe wiederholte sich während dem gesamten kalten Krieg bis 1991. Auch heute, im Israel-Libanesischen Krieg ist dasselbe wieder zu beobachten. Israel hat von der Schweiz Kriegsmaterialien gekauft, weswegen der Bundesrat keine klare Kritik gegen Israel anbringen will (ob das Vorgehen Israels als positiv oder negativ zu bewerten ist, darüber will ich keine Äusserung machen).

Um es klar zu stellen: Ich bin zwar nicht sehr patriotisch, aber ich bin auch nicht gegen den 1. August. Denn ohne Ihn (bzw. unter anderem...) gäbe es die Schweiz nicht! Aber sich über die Ironie amüsieren darf man sich doch, oder?

Quellen:
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Sommerstimmung beim chinagarten, zürich-



Sommerstimmung beim chinagarten, zürich-horn

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kblog gibt auf / macht eine längere Pause

Ich war in der letzten Zeit aus vielen Gründen stark beansprucht und konnte kaum mehr den Atem finden, auch noch ein Blog vernünftig zu führen. Diese Beanspruchung wird in der nächsten Zeit weiter anhalten, eventuell sogar zunehmen.

Ich werde den Blog nicht löschen,  aber wohl erst nach einer längeren Zeit wieder beginnen, zu bloggen. Diejenigen, die mich verlinkt haben und ihre Blogroll-liste lieber kürzer als zu lang haben möchten, bitte ich, meinen Blog zu entfernen.

Ich danke meinen Lesern für Ihre Treue und ihre vielen Kommentare, die sie während dem einjährigen Bestehen von kblog abgegeben haben!

-kblog
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Bau auf der Sihl



Was wird an der shil gebaut?
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Erobert microsoft auch den telefonmarkt?



Microsoft steigt in den telefoniemarkt ein. Office 2007 soll bereits in einer ausführung vorliegen, mit der microsoft in den telefoniemarkt eindringen will

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Test

Moblog Test

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Feierabend, aus dem Büro...

Es gibt manchmal an gewissen Orten von Zürich durchaus recht seltsame Erlebnisse, auch andere können davon ein Lied singen. Letzten Freitag, als ich mein Büro verliess und gerade aus dem Gebäude wollte, stand ein schwankender Mann vor der Tür. Ich realisierte zunächst nicht, worum es ging; ich wollte erst, bevor ich diese Tür öffnete, meine Jacke in meine timbuktu-Tasche verstauen. Erst da realisierte ich, was ich vor mir sah: Der Mann zog vor dieser Tür eine Linie... und ging dann so schnell wie er kam von dannen.
Ich habe mich schon öfters gefragt, warum die Strassen in der Nähe meines Arbeitgebers so verdreckt sind. Damit meine ich aber nicht Hundehaufen, Zigarettenstummel, Kaugummi und Ähnliches, sondern die vielen Papierstücke. Und die Antwort sah ich nun an der Türe: der Drogenkonsument hat natürlich weder das Papier, das er als Unterlage benutzte noch jenes, das er zum Transport zur Nase gebrauchte, schön sauber in seine Hosentasche eingesteckt. Wenn ich mir ansehe, wieviel Papier in dieser Gegend liegt, dann wird mir Angst und Bange um die Gesundheit der hier lebenden Leute!
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kblog ist wieder zurück

Ich möchte mich für meine längere (unfreiwillige) "blogferien" entschuldigen. Ich habe in den letzten Wochen einfach zu viel Arbeit gehabt, als es mir erlaubt hätte, auch noch zu bloggen können. Selbst Chregu reagierte erstaunt, als wir mal abmachen wollten, dass mein erster freier Termin nach 4 Wochen (d.h. letzte Woche) möglich war. Aus dem Treffen wurde aber leider nichts, weil er selber auch beschäftigt, eben dann doch in Bern verweilte! Chregu, diesen Termin holen wir noch nach... aber ich bin jetzt wieder erheblich flexibler geworden *gg*

Leider bin ich doch länger vom Bloggen fern geblieben als erhofft - und werde zur Strafe bestimmt einige Leser verloren haben. Ich hoffe, es gibt nach wie vor noch einige treue Leser (die mich entschuldigen möchten)!

Ich habe mich aber entschlossen, mein Themengebiet etwas zu verändern, nämlich nun ein bisschen mehr auf meinen Alltag zu verlagern. Der Grund liegt hauptsächlich darin, dass meine bisheriger Stil einfach zu viel Zeit beansprucht, weil ich sehr viel Zeit in Recherchen investiert habe. Das bedeutet aber nicht, dass ich zukünftig keine Recherchen mehr anstellen werde, sondern nur noch ab und zu; dafür möchte ich etwas häufiger bloggen und selten sogar mit meinem Handy einige Bilder hochladen. Kurz: entspannteres bloggen, dafür etwas mehr (kürzere) Beiträge. Liebe Leserinnen und Leser, ist das ein Deal? ;)
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Nominationsliste für Swissblog-Awards

Bald stehen die Wahlen an. Nein, nicht die eidgenössischen, sondern die für die Swissblog-Awards!

Meine Liste (in alphabetischer Reihenfolge):
  1. blogwiese
  2. eDemokratie
  3. Marketingplaner in Ausbildung
  4. medienpraxis
  5. nja
  6. pax
  7. SideEffects
Ich muss zugeben: Meine Wenigkeit, kblog habe ich auch nominiert :D , aber ich rechne mir absolut keine Chancen aus...

Ich wünsche allen Kandidaten viel Glück!

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