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Iran lässt Akbar Ganji frei

Gemäss menschenrechte.blogg.de und alsharq.blogspot.com hat Iran den iranischen Journalisten und Dissidenten Akbar Ganji, über den kblog bereits mehrmals berichtete, freigelassen.
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Ein eindrückliches Al Jazeera Interview

Rethorik.ch hat heute einen Artikel über ein sehr interessantes Interview des beliebten arabischen Newssenders, der gern mit als "arabische CNN" betitelt wird, veröffentlicht. Der Sender interviewt die Psychologin Wafa Sultan, die sehr pointiert ihre eigene Meinung über den Islam spricht.
Ihre Aussagen haben mich fast von Stuhl gehauen. Sie, die syrisch-amerikanisch ist, also als Frau (!), verurteilt den Islam. So offen und direkt habe ich bisher noch nie jemanden sprechen hören, der aus dieser Region stammt.

Ich muss allerdings abschwächen: Ich kenne ihre Biografie nicht. Auch wenn sie fliessend arabishc zu sprechen scheint, weiss ich nicht, ob sie in syrien aufgewachsen ist und wo sie studiert hat. Zum Artikel von Rhetorik.ch...
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Coretta Scott King ist tot

Coretta Scott King, die Witwe des 1968 ermordeten Friendsnobelpreisträgers Dr. Martin Luther King jr. ist am letzten Montag 78-jährig gestorben. Wie ihr Mann hat Corretta King ihr Leben lang der Bürgerrechtsbewegung gewidmet, um die Diskriminierung gegen die schwarze Bevölkerung, die bis heute andauert, aufzuheben.

Ein sehr langer Artikel mit sehr ähnlicher Thematik ist in Vorbereitung.

via Weblog Menschenrechte und einigen Zeitungsberichten.
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Mövenpick diskriminiert Rollstuhlfahrer

Wie 20Minuten berichtete, wurde ein Rollstuhlfahrer aus angeblichen Sicherheitsgründen diskriminiert. Für mich ist es absolut keine Frage, wenn ein Sicherheitsmann einen Rollstuhlfahrer einfach von sich aus wegfährt. Darüber kann auch die Tatsache nicht hinwegtäuschen, dass der Security-Angestellte den Rollstuhlfahrer anwies, an eine Stelle im Eingangsbereich zu fahren. Als daraufhin der Angewiesene antwortete, dass er auf sich selber aufpassen könne, fuhr der Sicherheitsmann ihn einfach weg.

Mövenpick soll den Vorfall so kommentiert haben:
Mövenpick-Sprecherin Florence Mayor bestätigt den Vorfall, bestreitet aber, dass man den Rollstuhlfahrer habe diskriminieren wollen. «Es ist bedauerlich, dass wir uns mit ihm nicht auf eine Lösung einigen konnten.»
Aus der PR-Sicht ist das sicher keine schlechte Antwort, sie ist aber auch nicht besonders originell, sondern Standard und würde zu fast allen Konflikten passen. Aber ich hoffe, die Leser merken auch, dass man in Sachen Diskriminierung keine Kompromisse machen kann. Man muss sich vielleicht die Situation vorstellen, ein nicht-behinderter wäre nach einer solchen Antwort "ich kann schon auf mich aufpassen" einfach davongetragen worden. Wie würde das von den Kunden - auch der Rollstuhlfahrer ist einer (!) - empfunden? Rollstuhlfahrer brauchen keinen speziellen Aufpasser, der ihnen sagt, was sie aus Sicherheitsgründen tun dürfen oder nicht.
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Italien: 500'000 geben das Rauchen auf

Wie news.ch berichtet, haben im letzten Jahr eine halbe Million Italiener das Rauchen aufgegeben. Zudem sei der Umsatz an Zigarettenverkäufe um satte 6% zurück gegangen. Wichtiger noch ist aber die Tatsache, dass die Zahl der Herzinfakte ebenfalls signifikant (um 7%) abgenommen haben sollen.

Na, wenn das keine überzeugende Argumente sind, um in der Schweiz ebenfalls ein generelles Rauchverbot in allen öffentlichen Rauchlokalen einzuführen! Ich bin überzeugt, das wird nicht nur grundsätzlich der Volksgesundheit beziehungsweise den Passivrauchern nützen, sondern vor allem auch den Rauchern. Viele Raucher würden ja gern mit dem Rauchen aufhören. Da die psychische Abhängigkeit jedoch oft ein grosses Hindernis darstellt, wird ein solches Verbot wahrscheinlich viele Aufgabewillige unterstützen.

Ja, Rauch ist ein Medium, das mich wirklich stören kann, aber auch Rauchern. Als ich vor einigen Wochen in einem Hotel in Lausanne war, setzte ich mich in ein fast leeres Restaurant. Lediglich 3 Personen sassen bereits zu Tische, eine Person der drei war ein Raucher. Wenig später betrat auch eine Frau, ganz allein, das Restaurant und wählte ein Tisch in der Nähe der erwähnten drei. Nur etwa 10 Minuten später zogen diese drei an einen anderen, entfernteren Tisch, weil die Frau das Lokal bereits in Rauch eingehüllt hatte! Sie ist Kettenraucherin, leider. Sie machte selbst während dem Essen, als sie grad keine Zigarette haben konnte, einen nervösen Eindruck. Solche Leute können mir schon fast leid tun!

Tipp: rauchfreiessen.ch
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Bushs Lauschangriff auf US-Bürger ist rechtswidrig

Wie die renommierte Zeitung Washington Post berichtete, ist gemäss Kongress-Experten der USA der Lauschangriff, der das Anzapfen von Emails sowie das Abhören von Telefonaten umfasst, rechtswidrig. Leider ist dieser Artikel nur gegen eine Gebühr erhältlich. Auch news.ch hat darüber berichtet. Wer einen Artikel aus einer amerikanischen Zeitung lesen will, der findet einen englischen Artikel online bei der Salt Lake Tribune.

Experten zufolge sollen die Argumente Bushs, die das "Spying" rechtfertigen sollten, auf schwachen Füssen stehen. Bush hat diese Eingriffe der National Security Agency (NSA) genehmigt, wie er Mitte Dezember 2006 zugab. Bush behauptet, diese Verletzungen der Fernmeldegeheimnisse seien lediglich gegen Personen mit Verdacht auf Verbindungen zur Al-Qaida erfolgt und soll ausschliesslich die Idee verfolgt haben, Menschenleben zu schützen.

Das ist nun für Bush dumm gelaufen, doch es hätte auch anders herauskommen können. Aber meiner Meinung nach musste klar sein, dass Bushs langjährige Verängstigung der eigenen Bevölkerung nicht auf Jahre hinweg funktionieren kann, wenn immer öfter Ungereimheiten auftauchen. Da wären Bushs Inszenierungen, die er bereits kurz nach dem Krieg im Irak auf einem Kriegsschiff plump in einem Pilotenanzug salutierte oder in New Orleans, wo er ebenfalls zur Inszenierung mit einigen kurz aufgestellten und schauspielernden "Helfern" publicity-trächtig zu witzeln versuchte. Dies hat seiner Glaubwürdigkeit geschadet, indes ist der Irakkrieg mittlerweile wohl zu seiner grössten Hypothek geworden. Mit fadenscheinigen Argumenten und angeblichen Fehlinformationen durch die Central Intelligence Agency (CIA), hatte er sowohl Afghanistan als auch den Irak angegriffen. Wer in einer Demokratie so viele zwielichtige Aktionen auf dem Kerbholz hat, kann kaum mehr auf Grosszügigkeit der eigenen Bevölkerung hoffen, wenn er in ihren Freiheitsrechten, die ihnen sehr nahe gehen, einschränkt.

Zudem hat Bush das "Pech", dass gerade in den letzten Tagen seine eigene Partei, die republikanische Partei, unter schwerem Beschuss steht. Der prominente republikanische Lobbyist Jack Abramoff hat sich vor wenigen Tagen für schuldig erklärt, Steuerhinterziehung und Betrug begangen zu haben. Damit belastet Abramoff seine eigene Partei just elf Monate vor den Neuwahlen des Kongesses schwer. Bush hat damit als Republikaner, der in seiner zweiten Amtszeit seiner republikanischen Partei helfen und sich so einen Namen über die Präsidentschaft hinaus verschaffen will, gegenwärtig sehr schwer. Seine Popularitätswerte waren früher ausch schon besser, ebenso seine Glaubwürdigkeit. Vermutlich wird er deshalb eher als ein sehr umstrittener und einer der eher unpopulären Präsidenten in die Geschichte eingehen.

Zum Glück sind Richter der Vereinigten Staaten politisch relativ unabhängig und mächtig. So haben sie Bush schon ein paar mal eine kräftige Ohrfeige gegeben. Beispielsweise hat das Supreme Court verfügt, dass die Gefangenen Guantanamos der US-Gerichtsbarkeit unterliegen. Auch im vorliegendem Fall stehen die Chancen vermutlich nicht schlecht, dass der Supreme Court von Bush unabhängig agieren und ihm eine erneute Ohrfeige geben wird, sollte es bezüglich diesen Lauschangriffen eine entsprechende Klage geben.
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Miller aus Beugehaft entlassen

Die US-Journalistin ist nach knapp drei Monaten Haft aus der Beugehaft entlassen worden, nachdem sie sich entschloss, vor dem Grand Jury auszusagen.
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Ganji beendet den Hungerstreik

Wie der Blog Menschenrechte berichtet, hat Ganji den Hungerstreik beendet. Aus Zeitgründen möchte ich auf einen Kommentar, weitere Links bzw. Analyse ausnahmsweise verzichten, nahm mir doch Weblog Menschenrechte die Arbeit ab, bitte lesen sie hier weiter...
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Sonntagszeitung: "Jeder Tag hier ist ein 11. September"

Es ist auffallend, dass in den Schweizer Medien immer häufiger über Blogs berichtet wird. Die Sonntagszeitung zählt wohl zu jenen Schweizer Printmedien, die Blogs am meisten erwähnen. Es ist aber festzustellen, dass früher mehr über die Blogs selber berichtet wurde, während heute in den Artikeln nicht mehr das neue und ach so trendige Medium „Blog“ vorgestellt wird, sondern zunehmend über die Inhalte der Blogs. So basiert im Artikel „Jeder Tag hier ist ein 11. September“ der heutigen Ausgabe im wesentlichen auf Berichte von verschiedenen Blogs. Dies ist eine interessante Entwicklung insofern, als dass bis vor kurzem der Bezug auf ein entsprechendes Medium vor allem unilateral verlief, nämlich vom Blog zum Printmedium, während nun offenbar die Tendenz dahin geht, bilateral zu zitieren, das heisst, vom Printmedium zum Blog und umgekehrt.
Es ist aber nicht ganz verwunderlich, dass der erwähnte Artikel der Sonntagszeitung im Bund „Multimedia“ erschienen ist; denn es ist zu erwarten, dass die Leser der Rubrik „Multimedia“ einerseits frühere Berichte in früheren Ausgaben von "Mulitmedia" über Blogs gelesen haben, andererseits, dass Leser von „Multimedia“ technisch und im Bezug auf das Medium Internet auf dem aktuelleren Stand sind. Mit anderen Worten, die durchschnittliche schweizerische Bevölkerung weiss nach wie vor noch nicht, was ein Blog ist, aber vielen "Multimedia"-Leser dürfte das Wort "Blog" kein Fremdwort mehr sein.
Es wird interessant sein, wann wir die ersten Berichte von Blogs in Rubriken wie „Ausland“ oder „Schweiz“ lesen dürfen – die Sonntagszeitung befindet sich hierfür wohl auf dem besten Weg.

Im Artikel "Jeder Tag hier ist ein 11. September" stellt der Autor Michael Soukup vier verschiedene Blogs von im Irak dienenden Soldaten vor. Solche Blogs werden Military Blogs genannt, oft wird der Begriff aber mit Milblogs abgekürzt. Diese Blogs erzählen vom Militäralltag im Irak. Einige Blogs befürworten den Militäreinsatz im Irak, andere kritisieren den Einsatz. Nicht ganz überraschend ist die Sprache der meisten Blogs auf einem eher tiefen Niveau, da die meisten Dienstleistenden ein tiefes Bildungsniveau aufweisen. Sonntagszeitung stellt in diesem Artikel aber auch einen Blog vor, der mit "lyrischen Beschreibungen des Armeealltags" auffallen soll.

Ist das eine neue Ära der Militärberichterstatttung für die Öffentlichkeit? Von den CNN-Reportern, die im Golfkrieg von 1990/91 nur ausgewählte Bilder senden durften zu den „embedded Journalists“ im Irakkrieg von 2004 und nun die Meinung von den selber dienenden Soldaten? Mitnichten! Wie Sokoup berichtet, wurde Leonard Clark, ein bekennender Demokrat, zu einer Geldbusse von 820 US-Dollar und zusätzlichem Dienstzeit von 45 Tagen verurteilt. Er soll lediglich die US-Militärpräsenz im Irak kritisiert haben. Sein Blog ist zur Zeit ausser Betrieb, und wenn man auf die Domain (ohne /blog) hinsurft, wird man auf eine Friedensinitiative umgelenkt. Daily Kos hat ebenfalls über den Fall Leonard Clark zu berichten.

Besorgnis erregt zudem Sokoups Hinweis, dass offenbar nur regierungskritische und gegenüber dem Irakkrieg kritische Blogs aus dem Weg geräumt werden, während „patriotische“ Blogs wie jenen von Sergeant Chris Missick, der der stellvertretende Direktor der Bush-Wahlkampagne für Nordkalifornien war, praktisch unterstützt werden. Missick wurde als Soldat des Jahres 2004 ausgezeichnet, und nicht nur Soukup fragt sich, ob denn "er nicht in PR-Diensten des Pentagons steht".

Die von Sonntagszeitung vorgestellten Blogs (alle englisch):

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Reporter ohne Grenzen bittet Ganji, seinen Hungerstreik abzubrechen

Ein (leider) anonymes Email machte mich darauf aufmerksam, dass Akbar Ganji nach wie vor im Hungerstreik sei. Offensichtlich stammt das Email aber vom Maintainer von menschenrechte.blogg.de; unten wird das gesamte Email zitiert, und es ist offensichtlich, dass das Email von menschenrechte.blogg.de stammt.

Über Akbar Ganji habe ich bereits in zwei Artikeln in diesem Blog erwähnt. Er befindet sich heute seit 60 Tagen im Hungerstreik und versucht die Regierung Irans unter Druck zu setzen, um die Presse- und Medienfreiheit zu gewähren. Darüber hinaus hat er während seiner Gefangenschaft (!) sein "republikanisches Manifest" geschrieben.

Ich zitiere folgend das genannte Email:
Title: Reporter ohne Grenzen appelliert an Akbar Ganji, Hungerstreik abzubrechen
URL: http://menschenrechte.blogg.de/eintrag.php?id=793
Excerpt: In einem bewegendenden Brief von Robert Ménard an Akbar Ganji, fordert er den iranischen Journalisten auf, seinen Hungerstreik abzubrechen.

Der Druck auf die Familie wird immer größer.

Bei einer Hausdurchsuchung am 8. August wurde seine Frau geschlagen und seine Tochter bedroht.

Hintergrundinformationen:

In der Fortsetzung dieses Artikel findet sich die Pressemitteilung von Reporter ohne Grenzen und der deutsche Wortlaut des Briefes.

Bei amnesty international gibt es weiter Informationen zum Hungerstreik von Akbar Ganji.

Das Weblog Release Ganji in englischer und arabischer Sprache habe ich über den Eintrag bei Title and Registration gefunden.
BlogName: Menschenrechte
Hierzu verschiedene Links:
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