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Kommunikation zur Vogelgrippe

Ich bin kein Experte in Sachen Pandemie und schon gar nicht ein Experte der Medizin. Wie auch immer die Gefahr einer Pandemie durch ein Vogelgrippe-Derivat (H5N1) nun wirklich ist, eines beunruhigt mich dann doch: die Kommunikation der Ärzte, Pharmaindustrie und des Bundesamtes für Gesundheit darüber.

Einmal heisst es, die Gefahr, dass die Schweiz von einer Vogelgrippe erfasst werde, sei "momentan äusserst gering" um im selben Atemzug gleich auch zu sagen, dass die Frage nicht sei, "ob, sondern nur wann". Einige Tage später heisst es dann wieder, man habe zu wenig Geld, um genug Medikamente an Lager zu haben. Nur eine weitere Woche später betont der Direktor des Bundesamts für Gesundheit, Thomas Zeltner, dass man "garantiert genügend Medikamente" habe.

Da ist aber nicht nur das Bundesamt für Gesundheit, das etwas zu sagen hat, sondern auch einige Medizinprofessoren. Diese Professoren mögen wohl profunde Auskunfte gegeben haben, aber sie waren wohl leider nicht auf das BAG abgestimmt; so kam es zu Widersprüchen, wodruch die Aufregung in den Medien weiter angestossen wurde.  Zu guter Letzt sprechen auch einige Leute aus der Pharmaindustrie mit, die natürlich ihr Interesse daran haben, dass ein bisschen Unruhe herrscht - man will ja Medikamente verkaufen.

Immerhin: Thomas Zeltner hat eingestanden, Fehler in der Kommunikation gemacht zu haben. Tröstlich, aber ein schaler Nachgeschmack bleibt.
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Fall der Mauer und Kommunikation

Bald, am 9. November jährt sich der Fall der Mauer zum 15. Mal. Eigentlich hätte ich für einen solchen Artikel auf Anfang November warten sollen, doch Spreeblick inspirierte mich eben erst vor kurzem dazu.

Am 9. November 1989 war ich noch keine 10 Jahre alt, mein 10. Geburtstag sollte erst einige Tage später folgen. Aber ich erinnere mich noch gut daran, in einer Zeitung Bilder von auf einer Mauer tanzenden Menschen gesehen zu haben. Begreifen, was der Mauerfall wirklich war, bedeutete, auslöste, sollte ich erst etwa zwei Jahre später. Der Mauerfall ist das zweite ausländische politisch-historische Ereignis, an den ich mich in meiner Kindheit erinnern kann; das erste, an das ich mich erinnern kann, war das Tian'anmen-Massaker vom 4. Juni 1989 in Peking, China. Doch nun zurück zum Mauerfall.

Ich glaube, ich habe bis heute nie wirklich begriffen, was beim Mauerfall wirklich ablief, und werde es vielleicht auch nie begreifen, denn ich war damals nicht alt genug es zu begreifen und ich war auf diese Art und Weise eben nicht dabei. Aber Spreeblick hat dieser Tage einen ausserordentlich interessanten und aufschlussreichen dreiteiligen Artikel verfasst, den man so nie in Geschichtsbüchern finden wird. Es ist die subjektive Sicht eines Berliners, und es ist das erste Mal, dass ich von einem derartigen Erfahrungsbericht vom Mauerfall erfahre. Spreeblick zeigt auf eine erhellende Art und Weise, dass der Mauerfall nicht direkt kausal durch die inneren Spannungen des Landes, respektive durch das kommunistische Regime geschah. Ich sage jetzt nicht, die inneren Spannungen seien belanglos gewesen, sondern nur, sie waren nicht der direkte Auslöser dafür. Die inneren Spannungen waren nur mehr der vorangehende Pass zum Tor.

Kausal dagegen waren, wie Spreeblick schreibt, eine "eine im Grunde dilettantische Mischung aus schlecht vorbereiteten SED-Mitgliedern und der Schnellinterpretation der Radio- und TV-Medien". Dies hatte dann zur Folge, dass "ab etwa 23 Uhr die völlig überforderten und uninformierten Grenztruppen dem Andrang der Massen nicht mehr standhalten konnten". Als ich das las, dachte ich: Mensch, wow. Die schlechte Kommunikation lässt einen ganzen Staat nur einige Monate später (Spreeblick datiert die Sendung auf "Gegen Ende des Sommers 1989") zusammenbrechen? Ja. Nein.

Nein, denn da gab es noch etwas vorher, nämlich den Pass zum entscheidenden Spieler, der das Tor schoss. Kommunikation muss jeweils aus der Geschichte heraus betrachtet werden und umgekehrt. Ohne das Wissen, was vorher passiert ist, und ohne das geschichtliche Wissen kann man keine gute Kommunikation machen; das gilt auch für die Politik. Ohne Geschichte gibt es keine gute Politik, auch wenn es immer wieder Politiker gibt, die historische Fakten schlicht ausblenden oder gar verdrehen. Womit wir wieder bei der Unzufriedenheit der DDR-Bürger wären. Auch hiervon gibt Spreeblick viel her, jedenfalls in den Kommentaren. FMat schreibt hier eine Anektote, der die damaligen Verhältnisse, mal von den Stasis abgesehen, plastisch beschreibt. Diese Probleme und viele weitere andere Probleme führten  dazu, dass die DDR in sich zusammenfiel, den letzten Ruck dazu gab die "dilettantische Kommunikation und die Schnellinterpretation der Medien".

Zurück zu Spreeblick: Die geschilderten Eindrücke sind in drei Artikel verfasst: vor dem Fall der Mauerwährend dem Mauerfall und kurz danach die Erlebnisse nach dem Mauerfall.
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PR-Event Miss Schweiz Wahl

Nein, dies ist kein eigentlicher weiterer Beitrag zum Ausgang der Wahl der Miss Schweiz. Hier werden einige Aspekte rund um den Medien-Event der Wahl diskutiert.


Interaktion

Eigentlich erstaunlich, erst seit dem Jahr 2005 gibt es an der schweizer Miss Wahl die Interaktion zum Zuschauer. Die Zuschauer können von zu Hause aus die schönste wählen - allerdings nur via Telefon, nicht aber via SMS, wie auch schon beispielsweise bei MusicStar. Als Grund dafür wurde angegeben, das SMS-Voting habe sich in der Vergangenheit bei solchen Shows als unzuverlässig bzw. ungenau in der Zählung erwiesen.
Trotzdem, es ist erstaunlich, dass das schon seit geraumer Zeit bekannte Voting-Verfahren via Telefon erst im Jahr 2005 zum Einsatz kam, soll doch die Miss die Schweiz mit ihrer Schönheit im Ausland vertreten. Haben wir in der Schule nicht gelernt, die Schweiz sei eine (halb-)direkte Demokratie? Zudem wurde immer wieder prophezeit, das interaktive Fernsehen käme bald, das sei ein wirtschaftlich sehr lukrativer Markt. Doch damit wurde nichts, die MIsswahlen wurden erst seit diesem Jahr interaktiv, und wenn ich mich nicht irre, ist das versprochene interaktive Fernsehen, mal von einigen Shows abgesehen, bei weitem nicht in Sicht - das belegt wohl nicht zuletzt der sehr späte Einzug des Telefonvotings in die Misswahlen.
Überrascht hat mich auch das relativ geringe Medienecho bezüglich des Telefonvotings vor den Wahlen. Das Medienecho dazu war relativ gering. Ich jedenfalls erfuhr von dieser Möglichkeit erst sehr knapp vor der Ausstrahlung im Fernsehen - nachdem ich einen entsprechenden Zeitungsartikel bereits mehr als die Hälfte gelesen habe. Mag sein, dass ich dafür nicht repäresentativ bin (ich bin, offen gestanden, kein Fan von solchen Wahlen) oder aber schlicht die falschen Medien konsumiere (jedenfalls nicht das Auflagenstärkste Boulevardblatt der Schweiz...).
Zu guter Letzt frage ich mich, wann man denn via Internet abstimmen können wird? Aber das wird wohl ebenfalls noch einige weitere Jährchen dauern...


Schönheit im Wandel?

Im Vorfeld der Wahlen wurden in gewissen Medien diskutiert, ob denn das "neue Schönheitsverständnis", das zur Normalisierung der Schönheit beziehungsweise zur realitätsnahen Schönheitsideal bewege, sich auch in der Misswahl niederschlagen werde. Angestossen wurde diese Diskussion vor allem durch den Lebens- und Waschmittelkonzerns Unilever, der mit ihrem Produkt Dove eine aufsehen erregende Kampagne startete.
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Jedenfalls nahmen viele Journalisten die Kampagne zum Anlass, über die Schönheit nachzudenken und postulierten gar eine Tendenz zur neuen, realistischen Schönheit, die ein (fast) Jeder haben könne.
Doch offensichtlich waren die Zuschauer anderer Meinung. Denn - die sympathische Romande in Ehren - ist mit Verlaub keine gewählte "Schönheit" mit durchschnittlichen Massen, sondern sie ist 168 cm gross und hat die so selten anzutreffende Masse von 85-60-91.

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Breit diskutiert auch die Frage, ob denn die Intelligenz an einem solchen Wettbewerb mitberücksichtigt werde. Auch wenn der aktuellen Miss, die an der Universität Lausanne Jurisprudenz studiert, die Intelligenz durchaus nicht abgeht, wage ich zu behaupten, dass die Zuschauer kaum auf die Intelligenz, sondern vielmehr auf die Sympathie geachtet haben werden. Mit Sympathie allerdings hat Intelligenz nichts zu tun - und irgendwie bin ich auch gar nicht so unglücklich darüber.
Wir werden sehen, wie sich die Zuschauer in den nächsten Jahren entscheiden werden, ob sie bei den Missen mit demselbem hohen Intellekt wählen werden - und hoffentlich einmal eine MIss, die mehr Rundungen hat!
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Kritik an Bush wird immer lauter

Gemäss immer häufiger auftretenden Medienberichten wird die Kritik an US-Präsident Bush immer lauter. Die einen werfen ihm systematisches Versagen auf dem Gebiet des Katastrophenmanagement vor, dia anderen, vor allem benachteiligte Bürgergruppen wie namentlich die schwarze Bevölkerung von New Orleans, werfen ihm vor, nur für die reichen gehandelt zu haben, während ihm die benachteiligten Gruppen wie gebrechliche und Menschen mit schwarzer Hautfarbe gleichgültig seien.

Hintergrund ist u.a., dass Bush noch am letzten Freitag zwischen den Rettern lief und sogar gescherzt haben und Erinnerungen über die Stadt erzählt haben soll. Wer als Politiker einen solchen Auftritt in der Öffentlichkeit macht, darf nicht wundern, dass er auch mit dem besten Public Relations Management nicht mehr viel Imageschaden abfedern kann. In einer solchen Situation, hätte er vor allem Handeln und nicht einfach inmitten der Strassen wandeln müssen. Dies gilt erst recht in den USA, wo Bush nach dem 9/11 versprochen hat, ein besseres Katastrophenmanagement einzurichten - das nun erneut kläglich gescheitert ist. Ich staune, dass ein Land, das fähig ist, auf der anderen Seite der Erde Kriege zu führen, nicht einmal vor seiner eigenen Haustüre adäquat handeln kann. Es würde mich nicht wundern, wenn dies allen Amerikanern so ergehen würde. Präsident Bush dafür zu Rechenschaft zu ziehen, dürfte sehr schwierig sein, ferner befindet sich dieser Präsident in seiner zweiten Amtszeit; er kann also ohnehin nicht mehr wiedergewählt werden.

Es gibt aber bereits Stimmen, die darauf hinweisen, dass im nächsten Jahr wieder Kongresswahlen sein werden, und die Republikaner womöglich dank dem Imageschaden Bushs eine Niederlage erleiden werden.


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Messe für Marketing, Kommunikation und Event

Ab heute findet bis am 25. August 05 in Zürich-Örlikon die Messe für Marketing, Kommunikation und Event statt. Zielgruppe der Messe sind gemäss den Angaben der Homepage von xpage.ch:

Spezialisten und Generalisten, Meinungsmacher und Entscheider der Branche

Ich werde heute die Messe zum ersten Mal besuchen. Ich bin gespannt, was dort geboten wird!

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Ab heute findet bis am 25. August 05 in Zürich-Örlikon die Messe für Marketing, Kommunikation und Event statt. Zielgruppe der Messe sind gemäss den Angaben der Homepage von xpage.ch:

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Ich werde heute die Messe zum ersten Mal besuchen. Ich bin gespannt, was dort geboten wird!

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